Der zweite Mann

Komödie frei nach Motiven von Georges Feydeau

Inhalt

Wenn der Ehemann seine Frau gröblich vernachlässigt und völlig links liegen lässt... äh rechts liegen lässt, dann darf er sich nicht wundern, wenn ein „zweiter Mann“ auftaucht, bereit, an seine Stelle zu treten. Schlimm, wenn es sich dabei um einen Freund und Kompagnon handelt...

Plakat zu Der zweite Mann Wir begeben uns ins Wien der 1950er Jahre, nicht in die Kanalisation wie „der dritte Mann“ im Film, sondern in ein Hotel, dessen Lampen doch der Farbe Rot ein wenig nahe kommen. Seinerzeit soll sogar die Kronprinzessin von Griechenland ihre Hochzeitsnacht dort verbracht haben. („mit Hilfe ihres Kammerdieners!“)

Hier treffen sich alle: Die falschen Partner, das freche Dienstmädchen mit dem Philosophie studierenden Neffen, der auf die Liebe umsattelt, ein Anwalt als Schieber mit seinen raffinierten Töchtern, die nur so harmlos aussehen und ... neugieriges Personal.

Anmerkungen zu Georges Feydeau

Wie schon in den vergangenen 30 Jahren haben wir bei Georges Feydeau (1862-1921), dem Meister des Vaudeville, gesucht. Dieses Mal „begnügen“ wir uns mit Motiven und Szenen in freier Bearbeitung, zum großen Teil aus dem Stück "Hôtel du libre échange". Wir haben Zeit und Ort gewechselt und versucht, die Sprache an das „Österreichische“ der 50er anzupassen.

Feydeaus Stücke funktionierten wie Maschinen. Präzision, die richtigen Momente, wenn Türen aufgehen oder schließen, wann wer wen trifft ... Es geht um die Scheinmoral der Bürger, den versuchten Seitensprung. Die in die Enge getriebenen versuchen sich heraus zu schwindeln. Letztlich „passiert“ nichts, aber über die Nöte darf das Publikum schadenfroh lachen. Feydeaus Stücke sind deshalb nach wie vor fixer Bestandteil auf Europas Bühnen.